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Aufgeschlagener Kalender mit Notiz zu einem Supervisionstermin

Supervision gilt vielerorts als sinnvoll, an der Umsetzung scheitert es trotzdem oft an einer einzigen Frage: Wer bezahlt Supervision eigentlich? Die Antwort hängt vom Arbeitsfeld ab, lässt sich aber in den meisten Einrichtungen der Sozialen Arbeit klären.

Wer bezahlt Supervision in der Praxis meist?

In der öffentlichen und freien Jugendhilfe ist Supervision in vielen Bereichen fester Bestandteil der Personalentwicklung und wird über den Arbeitgeber finanziert – häufig aus dem Fortbildungsbudget oder als eigener Haushaltsposten. In Kitas, Familienzentren und im Allgemeinen Sozialen Dienst ist das inzwischen weit verbreitet, wenn auch nicht flächendeckend gesichert. Selbstständige und Freiberufler tragen die Kosten meist selbst, können sie aber steuerlich als Fortbildungskosten geltend machen.

Supervision Kosten: womit ist zu rechnen?

Die Kosten hängen vom Format ab. Einzelsupervision liegt üblicherweise über dem Stundensatz von Gruppen- oder Teamsupervision, da sich die Kosten dort auf mehrere Teilnehmende verteilen. Eine Supervisionssitzung dauert in der Regel 90 Minuten. Genaue Sätze variieren je nach Region und Qualifikation der Supervisorin oder des Supervisors und sollten vorab konkret angefragt werden.

Supervision beantragen: der Weg über den Arbeitgeber

Wer Supervision beim Arbeitgeber beantragen möchte, kommt weiter, wenn der Bedarf konkret begründet ist: Fallzahlen, Belastung im Team, ein anstehender Veränderungsprozess. Ein formloser Antrag mit Hinweis auf Ziel, Format – Einzel- oder Teamsupervision –, Häufigkeit und geschätzten Kosten erleichtert der Leitung die Entscheidung, weil sie nicht selbst recherchieren muss.

Supervision Arbeitgeber ansprechen: eine Formulierungshilfe

Hilfreich ist es, das Gespräch nicht als Bitte, sondern als fachliche Notwendigkeit zu rahmen: „Angesichts der aktuellen Fallbelastung im Team halte ich regelmäßige Supervision für notwendig, um die fachliche Qualität und die psychische Belastbarkeit des Teams zu sichern. Ich schlage vor, dies über das Fortbildungsbudget zu finanzieren.“ Ein solcher Satz verlagert das Thema von der individuellen Wünschbarkeit hin zur fachlichen Notwendigkeit – das erleichtert vielen Leitungen die Zustimmung.

Fortbildungsbudget Supervision: wo das Geld herkommen kann

Neben dem klassischen Fortbildungsbudget kommen je nach Träger auch Mittel aus der Personalentwicklung, aus Projektförderungen oder – bei öffentlichen Trägern – aus gesonderten Haushaltstiteln infrage. Ein Blick in die Dienstvereinbarung oder den Tarifvertrag lohnt sich, weil Supervision dort mancherorts bereits verankert ist, ohne dass es im Team bekannt ist.

Wer bezahlt Supervision, wenn ich freiberuflich arbeite?

Als Freiberufler oder Selbstständige tragen Sie die Kosten in der Regel selbst, können sie jedoch als Betriebsausgabe oder Fortbildungskosten steuerlich absetzen. Bei Anstellung im Rahmen mehrerer Träger lohnt sich die Nachfrage, ob einer der Auftraggeber anteilig Supervision finanziert.

Wie oft sollte Supervision stattfinden?

Üblich sind monatliche bis sechswöchige Abstände, abhängig von Belastung und Format. Verbindlich festgelegt ist das nicht – die Frequenz sollte sich am tatsächlichen Bedarf des Teams oder der Einzelperson orientieren, nicht an einem starren Schema.

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